Wie versprochen kommt nun meine erste genaue Beschreibung zu einem Produkt der Genussregionen: Der Mohn

Mohn

In meiner schönen Heimat dem Waldviertel, wo der Mohn eine lange Geschichte und Tradition hat, kann man zur Zeit die weiß und rosa blühenden Mohnfelder bestaunen. Viele Menschen halten immer den rot blühenden Klatschmohn, für den Mohn, meine Erklärung dafür ist, weil diese Mohnblume auch überall verwendet wird wie z. B. auf Stoffen, Keramik usw. . Dieser Mohn ist jedoch eine Wildform und auch giftig. Der Mohn, der genießbar ist, blüht rosa und weiß.

Der Mohnanbau im Waldviertel geht sogar bis ins 13 Jhdt. Zurück, wie ich in einem Buch über Mohn nachlesen konnte. Unser Waldviertler Graumohn, der  früher als das „schwarze Gold“ bezeichnet wurde, wurde auch bis 1934 an der Londoner Börse gehandelt. Der Begriff „Waldviertler Graumohn“ ist eine geschützte Marke. In der Ottenschläger Marktgemeinde im Bezirk Zwettl, entstand vor vielen Jahren im Ort Armschlag das „Mohndorf“ und in Haid der Mohnhof der Familie Gressl.

Mohn wird im Waldviertel hauptsächlich in der Küche für köstliche Mehlspeisen verwendet. Wie z.B. Mohnstrudel, Mohnbeugel, Mohnnudeln, Mohnzelten……

Beim Mohn unterscheidet man drei Sorten:

  1. Blaumohn

  2. Graumohn

  3. Weißmohn

Der Blaumohn hat ein eher herbes Aroma und wird hauptsächlich beim Gebäck wie Weckerl, Striezerl usw. zum Bestreuen genommen.

Der Graumohn ist die klassische Sorte für die Mehlspeisen, der ein sehr bekömmliches und mildes Aroma hat.

Der Weißmohn, hat ein walnussartiges Aroma, und ist eine gute Alternative für Nussallergiker.

Ich kann mich noch sehr gut an meine Kindheit erinnern, wenn meine Großmutter Mohnzelten oder Mohnwuchteln gebacken hat. Zuerst ist der Mohn in einer „Rein“ im Holzofen gedörrt worden, damit er die Feuchtigkeit verliert und anschließend mit der Mohnmühle „gequetscht“ worden. Diese Art des Mohnmahlens ist zwar ein wenig anstrengend, doch das Aroma von diesem Mohn ist einfach himmlisch, denn durch das Quetschen wird das Fett des Mohns freigesetzt und das ergibt dann den herrlichen Geschmack. Wir verwenden zu Hause heute noch immer diese Mühle. Meine Großmutter hat auch selbst in meiner Kindheit ein kleines Feld mit Mohn bebaut.

Ich vertreibe alle drei Sorten Mohn in meinem „afoch&guat“ Laden in Spitz, weiters habe ich noch Mohnöl, Mohnsenf und Mohnschokolade und meist zum Wochenende die original Waldviertler Mohnzelten aus Erdäpfelteig.