Die Fischzucht im Waldviertel hat ihre Anfänge bereits im 12 und 13 Jahrhundert. In etwa um 1280 sind im Urbar des Stiftes Zwettl zum ersten Mal Teiche erwähnt worden.

Der Waldviertler Karpfen ist vorherrschend in den Waldviertler Teichen und Tische. Er ist weit über die Grenzen des Waldviertels hinaus bekannt und beliebt. Von höchster Bioqualität wird der Karpfen in den reinen Teichen des Waldviertels gezüchtet und anschließend in den Küchen traditionell in der Bröselpanier mit Erdäpfelsalat zubereitet.

Heute gibt es ca. 1800 Teiche, die die Landschaft des Waldviertels prägen. Die Gesamtfläche wird auf etwa 1700ha geschätzt. Die Teichwirtschaft hat im Waldviertel lange Tradition, wie schon zu Beginn erwähnt wurde. Die reichen Klöster legten damals das Hauptaugenmerk auf den edlen Karpfen und es wurde ebenso wie heute genau darauf geachtet, dass nicht zu viele Fische pro Teich gehalten werden, um jeden Fisch genügend Lebensraum wie möglich zu gewährleisten. Auf Grund der niedrigen Zahl der Fische pro Teich kann zum Großteil auf Zusatzfütterung durch Getreide verzichtet werden. Die Fische fressen so nur das, was ihnen die Natur bereitstellt.

Im Waldviertel ist es Tradition im Herbst die sogenannten Abfischfeste zu veranstalten. Diese finden meist um den 26 Oktober statt. Hier können die Leute hautnah miterleben, wie die Netze ausgeworfen und eingeholt werden und anschließend die ausgewaschenen Karpfen ihre Reise antreten. Es kommt natürlich bei diesen Festen der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Traditionell kommt der Karpfen bei den Waldviertlern zu Weihnachten auf den Tisch.

Die Erträge sind durch die naturnahe und artgerechte Aufzucht zwar zum Vergleich eher niedrig, doch dadurch wird hinsichtlich Gesundheit und Fleischqualität beste Qualität gewährleistet.

„Ein Standard, der dem König der Waldviertler Teichwirtschaft sogar eine ganze Genussregion eingebracht hat, die Genussregion Waldviertler Karpfen“

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