Der Holunder ist überall dort anzutreffen, wo der Mensch sesshaft geworden ist. Er  wurde früher als  „Apotheke der Armen“ bezeichnet, denn er ist gesund von der Wurzel bis zur Blüte. „Ein Holunderbusch im Garten ersetzt die Apotheke“ sagte man und „ein jeder soll seinen Hut vor diesem Strauch ziehen, um damit seine Verehrung für den Strauch ausdrücken“ Die Heilwirkung des Holunders wird schon seit der Antike genutzt. Der schwarze Holunder ist die medizinisch bedeutsamste Holunderart. Die Blüten enthalten Flavonoide und ätherische Öle. Der Tee wirkt besonders schweißtreibend bei fieberhaften Erkältungen und lindert Reizhusten. Die Beeren sind sehr vitamin- und mineralstoffreich und haben einen hohen Anteil an Vitamin A, B und C. Die Beeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin, was bedeutet, dass die Beere nicht roh verzerrt werden sollte.  Das Erhitzen der Beeren bei der Verarbeitung zerstört diesen Stoff. In der Küche werden vom schwarzen Holunder sowohl die Blüten als auch die Beeren verwendet (Rezepte siehe mein Kochbuch)