Malve – Käsepappel

Im Volksmund wird sie meistens Käsepappel genannt. Die Malve ist hauptsächlich an Wegrändern, auf Schuttplätzen und an Zäunen zu finden. Die runden herzförmig gelappten Blätter erinnern mitunter an den Frauenmantel. Im Juni beginnt Die Malve ihre Blüten zu entfalten, die mitunter schöner sind als jede Zierpflanze. Es gibt verschiedene Malvenarten, doch alle haben eine ähnliche Heilwirkung. Die in der Malve enthaltenen Schleimstoffe helfen bei Erkrankungen der Atemwege, zudem regen sie die Tätigkeit des Darmes an, sie helfen bei Magenbeschwerden und beruhigen gereizte Schleimhäute. Außerdem hemmt die Wilde Malve Entzündungen, sie hilft bei Koliken oder auch bei Abszessen. Äußerlich wird sie zum Baden von Geschwüren, Furunkeln verwendet. Die Volksmedizin gibt die Empfehlung ab,  bei allen Schleimhautentzündungen in Mund, Rachen, Magen, Darm einen Käsepappeltee zu trinken. Er kann auch bei Husten, Heiserkeit, Angina und bei Kehlkopfentzündungen usw. getrunken werden. Verwendet werden die Blätter und die Blüten der Pflanze, aber auch die Wurzeln. Die Sammelzeit ist zwischen Juli und August. Nach dem Sammeln sollte man die Pflanze in einem gut belüfteten Raum trocknen. Möchte man die Schleimstoffe der Malve innerlich einsetzen, so muss man diese durch einen Kaltauszug aus der Pflanze herauslösen, denn würde man es mit heißem Wasser versuchen, würde man die Schleimstoffe unwiederbringlich zerstören.

2016-11-20T14:36:54+00:00 7. Oktober 2015|Kategorien: Kräuter|Tags: , |0 Kommentare

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