Wegwarte

Die  Wegwarte (Zichorie) ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit himmelblauen Blüten und einer tiefreichenden Pfahlwurzel. Ihren Namen hat sie vermutlich daher, weil sie bevorzugt an Wegrändern zu finden ist. Sie blüht von der Früh bis mittags. Während die Blätter gegen Hautprobleme eingestzt werden, wird die Wegwartenwurzel als Tee gegen Verdauungsprobleme eingenommen. Früher spielte die Wegwarte eine große Rolle als Kaffeeersatz – die verdauungsfördernde Wirkung von Zichorienkaffee wird noch heute geschätzt. Die Wegwarte findet bereits in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend vor Christus Erwähnung. Spätestens seit dem Mittelalter ist sie als Arzneipflanze bekannt. Paracelsus lobte bereits ihre schweißtreibende Wirkung. Sebastian Kneipp setzte die Wegwarte bei Magen- und Lebererkrankungen ein.  Heute wird sie in der Medizin zur Behandlung von Leber, sowie von Milz und Galle genutzt. Weiters wird sie bei Hautkrankheiten angewendet. Früher wurde wie schon oben gesagt aus der Wegwarte ein Kaffeeersatz hergestellt. Zu diesem Zweck wurde ihr Anbau durch Friedrich den Großen im 18. Jahrhundert gefördert. Als Kaffeeersatz diente die Wurzelzichorie, eine kultivierte Form der Wegwarte. Andere Kulturformen sind der Radicchio und der Chicorée, die auch in der Küche Verwendung finden.

2016-01-07T10:30:40+00:00 7. Januar 2016|Kategorien: Kräuter|Tags: , |0 Kommentare

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